| Um was es geht

Wer ist eigentlich für das gute Leben zuständig? Für das schlechte Leben sind es die Psychotherapeuten. Sie bringen den schief seitwärts abgleitenden Menschen wieder in die Spur – in die Normalität. Aber was ist mit den Menschen, denen es nicht schlecht, aber eben auch nicht gut geht? Wer ist für Zufriedenheit, Lust und Glück zuständig?

Die Psychotherapie ist es nicht und auch der klassische Ratgeber ist dafür nicht der richtige Ort. Er verharmlost und verniedlicht in aller Regel den Aufwand ein anderer und glücklicherer Mensch zu werden. Signalwerk Leben bietet einen Zugang dazu und zeigt, wie man aus der etwas faden Normalität des Alltags in ein lustvolleres Leben kommen kann.

Zu diesen Themen bieten wir in Deutschland, Frankreich und Österreich Seminare an. Aktiv sind wir auch in der Supervision in psychosozialen Berufen tätig, so wie auch in der Beratung von Menschen, die mit ihren Fragen nicht zu einem Psychotherapeuten gehen wollen, sei es, dass es ihnen um die Gestaltung eines guten Lebens geht, oder sei es, dass sie ihre Probleme nicht als Pathologie begreifen. ____________________________________

Zur Person

Sebastian Knöpker, Dr. phil., wiss. Mitarbeiter der Université Louvain-la-Neuve, Philosoph und Politikwissenschaftler, Lektor, Übersetzer, Autor, Hedonist. Veröffentlichungen zu den Themen Phänomenologie, Pragmatismus und  Hedonismus.

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| Aktuelle Veranstaltungen

22. – 24. September 2020 | Gastrosophie im Hospiz | Ennepetal

Gut versorgtes Leben ist noch kein gut gelebtes Leben. Dieser Unterschied zwischen dem versorgtem und dem gelebtem Leben zeigt sich in der Geriatrie besonders gut beim Essen und Verdauen. Denn kommt das Essen pünktlich, reichlich und hat alle Allergien berücksichtigt, dann bleibt noch die Frage, ob es auch Lust und Lebendigkeit verschafft.

Die Gastrosophie in der Geriatrie geht dieser Frage nach. Gastrosophie ist die Einheit von Gastronomie und Philosophie, also die Philosophie von Essen, Trinken und Verdauen. Für die Geriatrie ist die Gastrosophie da von Bedeutung, wo aus der guten Versorgung in der Pflege ein Leben möglich gemacht wird, dass auch tatsächlich gelebt wird. Für die Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens ist das nicht selbstverständlich, weil der Körper leicht zum Ding wird, der Kopf leer und die Gegenwart trüb. Die Philosophie des Essens will nun zeigen, worin die Verbindung zur eigenen Lebendigkeit beim Essen, Trinken und Verdauen besteht und wie sie hergestellt wird.

Veranstaltungsort: Gut Ahlhausen, Bun­des-Hos­piz-Aka­de­mie, Ahlhausen 1,  58256 Ennepetal

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| www.phaenomenologica.de

… ein Blog von Signalwerk Leben, der klassische Texte zur Phänomenologie und philosophische Experimente enthält.